Die Rolle der CED-Nurse
CED-Nurses arbeiten an den wichtigen Schnittstellen: zwischen Patient:in und Behandlungsteam, zwischen Medizin und Alltag. Sie sind für viele Betroffene die erste Person, die sie bei Fragen kontaktieren – und oft die einzige, die den gesamten Verlauf über Jahre mitverfolgt.
Erste Ansprechperson
CED-Nurses sind niederschwellig erreichbar und fangen Fragen auf, bevor daraus Notfälle werden.
Beratung und Schulung
Sie erklären Erkrankung, Therapie und Selbstmanagement so, dass es im Alltag anwendbar ist.
Therapiebegleitung und Sicherheit
Sie führen Therapien durch, überwachen sie und erkennen Warnzeichen frühzeitig.
Koordination im Behandlungsteam
Sie halten die Fäden zwischen Gastroenterologie, Chirurgie, Diätologie, Radiologie und Psychologie zusammen.
Psychosoziale Unterstützung
Sie erkennen seelische Belastung, sprechen sie an und vermitteln weiter.
Ernährung
Sie erkennen Mangelernährung früh und ziehen Diätolog:innen hinzu.
Übergang ins Erwachsenenalter
Sie begleiten Jugendliche beim Wechsel von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin.
Rund um Operationen
Sie bereiten auf Eingriffe vor und begleiten danach, inklusive Stomaversorgung.
Belastende Symptome
Sie sprechen Fatigue, Schmerzen oder Stuhldrang aktiv an, weil Betroffene das oft nicht von selbst tun.
Familienplanung und Schwangerschaft
Sie informieren zu Sexualität, Kinderwunsch, Medikamentensicherheit und Stillzeit.
Digitale Begleitung
Sie begleiten seit vielen Jahren die CED-Helpline des CED-Kompass, um fachkompetente telefonische Auskunft zwischen den Terminen möglich zu machen. Link zu CED-Helpline: https://ced-kompass.at/deine-services/die-ced-helpline/
Auf welcher Grundlage?
Diese Aufgabenbeschreibung folgt dem dritten N-ECCO-Konsenspapier, das die Rolle der CED-Nurse europaweit definiert. Es wurde erst kürzlich 2026 aktualisiert und veröffentlicht und umfasst 20 Empfehlungen mit Bewertung der zugrunde liegenden Evidenz.













